Türklopfer

*Klopf, klopf*

„Wer ist da?“

Während eines Praktikums hatte ich die Möglichkeit einen Rotguss zu machen. Gerne wollte ich einen Türklopfer gestalten. Aus Wachs entstand das Modell. Ebenfalls aus Wachs waren die Zu- und Abflusskanäle. Das Objekt wurde mit einer Gips- / Schamottmischung eingepackt. Danach wurde der Wachs heraus geschmolzen. Ein Schamottkern ist bei einem so kleinen Objekt nicht nötig, dadurch entsteht ein Vollguss.

Rohguss

Das Vögelchen wird gegossen, nach dem Auskühlen wird die Schamottschicht entfernt. Das Bild zeigt den Rohguss. Darauf sind die Luft und Einspeisekanäle zu sehen. Diese werden mit dem Dremel entfernt. Zur Reinigung der Oberfläche wird das Objekt mit dem Sandstrahler behandelt.

Nach dem Sandstrahlen

Danach kommt erneut der Dremel zum Einsatz. So genannte „Federn“ und Unebenheiten werden versäubert. Danach  wird die Oberflächen patiniert. Oft wird ein Objekt mit ein oder zwei Patinen behandelt. Da die Chemikalien – durch Hitze aktiviert – die Oberfläche bzw. deren Farbe verändern, war ich entzückt von der Idee verschiedene einzusetzen. Dummerweise hatte ich ein sehr kleines Objekt und etwa genau so viel Ahnung. Was mir eingeschärft wurde, war, die Pinsel zu säubern und keinesfalls zu vertauschen. Nach der ersten Angst davor, etwas könnte spontan in Flammen aufgehen oder explodieren, entspannte ich mich. Der Bunsenbrenner rauschte zufrieden und die Farbveränderungen traten auf und verbrannten wieder.

Die Dämpfe waren auch nicht ohne… Na ja, eine Mittagspause später hatte das Vögelchen eine Patina und ich eine riesen Freude.

 

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