Relieffliessen

Wo auch immer ich gerade bin, halte ich Ausschau nach Fliesen und deren Artgenossen. Alte Kachelöfen mit Reliefs auf den Kacheln faszinieren mich und so beschloss ich den waghalsigen Versuch, diese selbst herzustellen.  So begann ich mit dem Stempel welchen ich brauchen würde. Diesen möchte ich aus Ton im Rohbrand machen. Da jedoch das Ausarbeiten einer Form in ihrem Negativ sehr verwirrend und schwierig ist, beschloss ich ein Gipsmuster der späteren Platte zu machen. So dass ein Abdruck dieser Gipsplatte die Negativform, also den Stempel ergibt. Hier eine Gipsmusterplatte:

Da diese Fliese starke Vertiefungen hat, ist sie im späteren Einsatz, für starke Belastung ungeeignet. Da die feinen Reliefs abplatzen würden und sich Schmutz in den Furchen absetzt.  Hier eine mögliche Anordnung der Platten:

Papiermuster der späteren Plattenanordnung
Papiermuster der späteren Plattenanordnung

 

Eine weitere Gipsmusterplatte welche flacher gehalten und dadurch weniger empfindlich ist:

Plättli 3 2015

 

Beim Abnehmen der Muster zerbrach leider die flachere Platte einmal mitten durch. Doch, halb so wild, ein einzelnes Tonnegativ existiert. Die ersten Stempel wurden bereits gebrannt und in naher Zukunft, werden die ersten Abdrücke entstehen.

…die damals nahe Zukunft ist lang verstrichene Vergangenheit. Als ich den Keller durchforste, stosse ich auf eine gut geschnürte Tasche, sie ist staubig. Obwohl ich weiss was mich erwartet, bin ich gespannt auf die Versuchsplatten. Ich schleppe die Tasche ans Sonnenlicht und beginne sie auszuräumen. Was da alles hervor kommt, schön so viele alte Bekannte wieder zu sehen.

 

Blaub, blau, blau wie der Enzian,
…wenn im Alpenglühn, wir uns wieder sehn,
…ja.ja. mit ro-ro-ro-roten Lippen fing es an,

 

…die ich niiieeeee vergessen kann!

 

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