Märlimantel

„Es war einmal…“ ein Verlangen in mir. Das Verlangen danach, Raum für Geschichten, für Fantasie und Träumereien zu schaffen. Meine Freunde und Freundinnen bat ich um Hilfe. Sie erschienen Zahlreich um meine Fantasie wahr werden zu lassen. Doch leider reichte diese Arbeitskraft längst nicht aus. Nun kommt der fantastische Teil- der mit der liebenswürdigen, alten Frau. Aus ihren Handbewegungen spricht die Lebenskraft, ihre Stimme ist sehr ernst auch wenn sie mich „Schatzeli“nennt. Wärend vieler Stunden Nähte Maria diese wundervolle Geschichte. Hier einige impressionen des Märlimantels und dessen Einsatz.

Der Mantel ist ausleihbar für alle.

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dir

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Schläfer 2014
Schläfer 2014
2013 Dezembe
2013 Dezembe

 

Eine Freundin und ich verbrachten einen Nachmittag damit, Marmeladengläser mit Seidenpapier zu bekleistern. Am Ende waren es 58 Stück und wir hatten die Nase gekleistert voll von Seidenpapier.

Lust auf eine Geschichte? Dann bitte weiter lesen. Viel Vergnügen
Lust auf eine Geschichte? Dann bitte weiter lesen. Viel Vergnügen dabei.

Eine Woche später ist es dann so weit, der Besuch in einer Schule steht an. Anlässlich der Sonderwoche werde ich den 1.-4. KlässlerInnen selbst erfundene Geschichten erzählen. Zuerst „Die Frau mit den immer gelben Händen“, „d Fee und de Falk“, dann die Geschichte des weinenden Riesen und zum Schluss, „Der Laternenmacher“.

Diese Erzählung handelt von einem Dorf, in welchem jeder Mensch zu seiner Geburt eine Laterne geschenkt bekommt. Deren Licht erlischt erst wieder wenn der Mensch seinen Körper verlässt. Die Leuchtkraft wird vom Laternenmacher eingeflochten. Da dieser jedoch müde ist sucht er im Dorf einen Nachfolger. Er findet eine Nachfolgerin und lehrt sie das Bauen der Lampen. Ihre Lampen sind wunderschön – jedoch sie leuchten nicht. Leila wird wütend und knallt ihre so eben beendete Arbeit zu Boden. Das zerbrechen der gläsernen Laterne klirrt heftig.  Durch das geräusch erwacht, tritt der alte Mann ins Zimmer und beginnt ihr von den Geheimnissen der Leuchtkraft zu berichten. Kurz darauf macht sich Leila auf den Weg um das Sonnenlicht, das Lachen eines Kindes, das Überschlagen der Wellen und den Glanz der Sterne einzusammeln. Abends kehrt sie zurück in die Werkstatt und schläft unverzüglich ein. Behutsam beginnt Leila im ersten Morgenlicht den Bau ihrer neuen Lampe. Hell erstrahlt deren Licht als sie fertig ist. Jauchzend ruft sie nach dem Lampenmacher, doch er ist verschwunden. Nur seine Fussabdrücke bleiben zurück im warmen Sand.

„Ihr dürft jetzt euer Lämpchen aussuchen gehen“.Mit diesen Worten schliesse ich die Geschichte ab. Sie erheben sich und leise machen sich die Kinder daran ein Lichtlein an sich zu nehmen. Ruhig beobachtete ich wie die kleinen Grüppchen tuscheln und nach und nach jedes ein Lämpchen mit sich trägt. Über die Köpfe hinweg seh ich eine kleine Hand die zur Türklinke hinauf greift, die Tür öffnet und das Kind tritt hinaus. Die anderen folgen dem Beispiel, andächtig entschwindet der Lichterzug.

Zurück kommt einen junge Dame und stellte sich schüchtern vor mir auf. Sie beginnt den im Kopf bereitgelegten Satz, verhaspelte sich und beginnt erneut, „Danke für Ihre schönen Geschichten“, „Danke für dein kommen und das zuhören“antworte ich lächelnd und bin dabei von Freude erfüllt. Ein anderes Mädchen bleibt ebenfalls zurück. Verträumt und still steht sie in mitten des farbenfrohen Mantels. Ihre helle Haut leuchtet im abgedunkelten Raum, wie ein Fabelwesen kommt sie mir vor, fantastisch. Ihr Blick streift nochmals die Stoffbahnen und die vereinzelten Lämpchen bevor sie mit leisen,leichten Schritten den Raum verlässt.

Mit dem Mantel im Rucksack verlasse ich das Schulareal, auf dem kalten Teer liegt ein Junge welcher seinen Freunden erklärt, das er die Meerjungfrau aus der Geschichte des weinenden Riesen sei. Fasziniert vom Spiel blickte ich im gehen zurück.

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